3D Ultraschall

Ermöglicht die Darstellung von 3 Dimensionen; damit wird räumliches Sehen mit Ultraschall möglich. Die untersuchten Gewebe lassen sich von allen Seiten betrachten. Beim Ultraschall in der Schwangerschaft können die Einzelheiten des Feten wie auf einem Foto betrachtet werden. Beim 4D-Ultraschall werden die räumlichen Bilder in Bewegung gezeigt. - Technisch beruht das Verfahren auf der gleichzeitigen Verarbeitung mehrerer Ultraschallbilder und Errechnung der dritten Dimension durch ein besonderes Programm.

 
4D Ultraschall Darstellung von 3D-Ultraschallbildern in Bewegung und in Echtzeit.
Abbruchblutung Blutung aus dem Endometrium nach dem Absetzen von Hormon-Medikamenten ( Östrogen und Gestagen).
 
Abdomen Lateinischer Ausdruck für Bauch.
 
Ablatio mammae Operative Entfernung der Brustdrüse bei Brustkrebs.
 
Abort Beendigung der Schwangerschaft Ausstoßung des Fötus innerhalb der ersten 6 Monate, wenn das Kind noch nicht lebensfähig ist.
 
Abrasio Ausschabung der Gebärmutterhöhle zur Diagnose oder bei Abort.

 
Abstrich Entnahme von Einzelzellen von Gewebsoberflächen (z.B. Gebärmutterhals, Scheide, Wundhöhlen)zum Nachweis Zellveränderungen oder Infektionen
 
Adenom Gewebsneubildung in Organen, in denen Drüsen vorkommen (z.B. Brust, Gebärmutter)
 
Adipositas Fettleibigkeit: übermäßige Vermehrung von Fettgewebe. Die Adipositas ist ein Risikofaktor für einer Reihe von Erkrankungen, wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen oder Gicht und die damit verbundenen Gefäßerkrankungen (Arteriosklerose). Auch der Gebärmutterschleimhautkrebs sowie wahrscheinlich auch der Brustkrebs sind häufiger bei Frauen, die adipös sind.
 
Adnektomie Operative Entfernung der Eierstöcke (Ovarien) und Eileiter (Tuben).
 
Adnexe Mit der Gebärmutter verbundene Teile der weiblichen Geschlechtsorgane, die Eierstöcke (Ovarien) und die Eileiter (Tuben).
 
Adnexektomie Operative Entfernung der Eierstöcke (Ovarien) und Eileiter (Tuben).
 
Adnexitis Eine Entzündung von Eileiter und Eierstock, den Anhängseln der Gebärmutter, bezeichnet man als Adnexitis. Die besondere Bedeutung der Adnexitis für die Frau besteht in dem oft langwierigen Krankheitsverlauf mit einer Beeinträchtigung sowohl des privaten als auch beruflichen Lebens und nicht zuletzt in der Gefahr einer bleibenden Unfruchtbarkeit.
 
Amenorrhoe Ausbleiben der monatlichen Blutung (Menstruation) bei der geschlechtsreifen Frau. Bei vorher normalem Regelverlauf ist eine ärztliche Untersuchung notwendig.
 
Aminvaginose Die Aminvaginose ist eine relativ häufig auftretende Erkrankung, die durch eine massive Störung der normalen Vaginalflora gekennzeichnet ist. Dabei ist die Scheide anstatt mit Milchsäurebakterien mit einer Kombination anderer Bakterien besiedelt. Hauptsymptome sind Ausfluß und fischartiger Geruch. Die Therapie ist meist einfach (Scheidenzäpfen).
 
Amniocentese Die Amniocentese (Fruchtwasserpunktion) wird normalerweise ab der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt, in besonderen Fällen auch früher. Dabei wird zunächst wird eine ausgedehnte Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Es wird ein günstiges Fruchtwasserdepot aufgesucht und nach steriler Vorbereitung der Bauchdecke eine dünne Nadel unter Ultraschallsicht so in die Fruchtwasserhöhle eingeführt, daß eine Verletzung des Kindes weitestgehend auszuschließen ist. Mit einer Spritze wird eine geringe Menge Fruchtwasser (etwa 15ml) abgesaugt. Aus den darin enthaltenen kindlichen Zellen werden im Labor sogenannte Kulturen angelegt. Die mit dem Eingriff verbundenen Schmerzen sind nicht größer als bei einer anderen (intramuskulären) Injektion, so daß eine örtliche Betäubung nicht erforderlich ist.
 
Amnioskopie Bei gefährdetem Fötus in der Spätschwangerschaft wird durch ein Instrument (Amnioskop) die Farbe des Fruchtwassers angeschaut. Bestimmte Verfärbungen deuten auf Risiken für das Kind hin.
 
Amniozentese Die Amniozentese (Fruchtwasserpunktion) wird normalerweise ab der 14. Schwangerschaftswoche durchgeführt, in besonderen Fällen auch früher. Dabei wird zunächst wird eine ausgedehnte Ultraschalluntersuchung vorgenommen. Es wird ein günstiges Fruchtwasserdepot aufgesucht und nach steriler Vorbereitung der Bauchdecke eine dünne Nadel unter Ultraschallsicht so in die Fruchtwasserhöhle eingeführt, daß eine Verletzung des Kindes weitestgehend auszuschließen ist. Mit einer Spritze wird eine geringe Menge Fruchtwasser (etwa 15ml) abgesaugt. Aus den darin enthaltenen kindlichen Zellen werden im Labor sogenannte Kulturen angelegt. Die mit dem Eingriff verbundenen Schmerzen sind nicht größer als bei einer anderen (intramuskulären) Injektion, so daß eine örtliche Betäubung nicht erforderlich ist.
 
Anaesthesie eine medizinische Fachdisziplin, die sich mit der Ausschaltung der Empfindungen, v. a. des Schmerzes in Form der Analgesie befasst, meist um unangenehme Prozeduren (z. B. schmerzhafte Operationen) zu ermöglichen.
 
Anamnese Die Vorgeschichte des Kranken, bzw. der bisherige Verlauf der Krankheit.
 
Androgene Sammelbezeichnung für die männlichen Geschlechtshormone. Auch im weiblichen Organismus werden sie in geringen Mengen produziert. Eine übermäßige Produktion von Androgenen im Körper der Frau kann zu Akne, Haarausfall und männlicher Körperbehaarung führen.
 
Androgenisierung Als Androgenisierung bezeichnet man das Auftreten von Veränderungen bei der Frau als Folge einer vermehrten Wirkung von Androgenen, also männlichen Hormonen. Es gibt vielfältige Ursachen, die zu einer Androgenisierung führen können, wie z.B. hormonproduzierende Tumore, Enzymdefekte oder die Einnahme androgenhaltiger Präparate (Anabolika). Die vermehrte Androgenwirkung führt zu Beschwerden, die als Virilisierung, also "Vermännlichung" bezeichnet werden. Dazu zählen beispielsweise das Auftreten eines männlichen Behaarungstyps oder eine Verschiebung der Stimmlage zu tieferen Tönen hin. Für die Diagnose wegweisend sind, neben der Befragung und Untersuchung der Betroffenen, die Bestimmung der Hormonwerte im Blut sowie bildgebende Verfahren. Die Therapie orientiert sich an der zugrunde liegenden Ursache sowie dem Schweregrad der Veränderungen. Neben einer operativen Entfernung hormonproduzierender Tumoren werden häufig Hormone eingesetzt, die die Bildung oder die Wirkung der Androgene hemmen. Da es sich meist um langwierige Krankheitsverläufe handelt, muss die Therapie über Jahre fortgesetzt werden.
Bakterien - Streptokokken Bakterien, die im Gebärmutterhalskanal vorkommen können und während der Geburt zur Infektion des Kindes führen können.
 
Barholinitis Entzündung einer oder beider kleinen Drüsen bzw. deren Ausführungsgänge, die sich an den Schamlippen befinden. Die Entzündung zeigt sich durch Schwellung und Druckschmerz, oft mit Fieber verbunden.
Basaltemperatur Temperaturmessungen jeden Morgen vor dem Aufstehen. Mit der Temperaturkurve können die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage ermittelt werden. Sie dient dem Arzt auch als diagnostisches Hilfsmittel. Die Temperatur wird vom körpereigenen Hormon (Progesteron) beeinflusst.
 
Benigne Von einer benignen Erkrankung spricht man, wenn sie gutartig ist, d.h. wenn sie keine schwerwiegenden Ursachen oder Folgen hat.
 
Biopsie Entnahme von Gewebeteilen des Körpers durch verschiedene Methoden zu diagnostischen Zwecken.
 
Blasensprung Zerreißen der Eihäute mit nachfolgendem Abgang von Fruchtwasser. Der rechtzeitige Blasensprung erfolgt am Ende der Eröffungsphase einer Geburt. Es kann aber auch zum vorzeitigen Blasensprung kommen. Dann zerreißt die Fruchtblase vor Wehenbeginn. Passiert dies lange vor dem berechneten Entbindungstermin, kommt es zur Frühgeburt. Eine Gefahr für das Kind besteht darin, daß es zum Nabelschnurvorfall kommen kann; außerdem ist das Kind nicht mehr durch die intakten Eihäute vor Infektionen geschützt.
 
Brustzysten Eine Brust-Zyste ist ein Drüsenläppchen, dessen Ausführungsgang verschlossen ist. Da auch außerhalb der Schwangerschaft immer ein wenig Flüssigkeit in den Drüsen gebildet wird sammelt sich diese im Läppchen, wenn sie nicht abfließen kann. Die Zyste wird dann langsam größer. Eine Ursache für die Entstehung ist nicht bekannt, Zysten in anderen Organen, wie z. B. Schilddrüse oder Eierstock haben nichts mit Brustzysten zu tun, etwa im Sinne einer generellen Zystenveranlagung. Eine Zyste in der Brust ist nicht bösartig und wird auch nicht bösartig, kann aber Beschwerden verursachen und diagnostische Probleme bereiten.
Carcinom Krebs, bösartige Geschwulst in den verschiedenen Organen des Körpers. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen lassen sich die meisten Krebsarten frühzeitig erkennen und erfolgreich behandeln.
 
Cerclage Kreisnaht, Umschlingung. Operativer Verschluß des Muttermundes bei Verschlußunfähigkeit des Muttermundes. Die Cerclage wurde vor einigen Jahren ein häufig vorgenommen, wird heute aber nur noch in seltenen Fällen durchgeführt.
 
Cervix Der Gebärmutterhals ist die Verbindung zwischen Gebärmutter (Uterus) und der Scheide (Vagina), dessen untere Engstelle den äußeren Muttermund bildet.
 
Chlamydien Chlamydien sind bakterienähnliche Krankheitserreger. Sie werden überwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen. Die Infektion führt bei der Frau meist nur zu geringen Beschwerden. Nach einiger Zeit aber kann es zu Eileiter-Entzündungen kommen, die zur Verklebung der Eileiter und damit zur Sterilität (Unfruchtbarkeit) führen können. Therapie: Antibiotika, wobei unbedingt beide Partner behandelt werden müssen.
 
Condylome (Condylomata accuminata, Feigwarzen) Feigwarzen werden durch sog. Papillomaviren verursacht (Vgl. HPV-Viren). Sie machen sich bemerkbar als Warzen an den Schamlippen, im Scheideneingang, in der Scheide, am Muttermund, am Anus oder bei Männern auch am Penis. Es gibt viele verschiedene Arten solcher HPV-Viren, ein Teil dieser Viren kann auch Krebs auslösen. Hauptübertragungsweg ist der ungeschützte Sexualverkehr. Kondome können schützen, wenn sie den Kontakt mit krankheitsbeidingten Hautveränderungen der erregerhaltigen Körperflüssigkeiten verhindern.
 
Corpus luteum Gelbkörper. Es kommt in jedem Zyklus zum Heranreifen eines kleinen Zystchens, des Follikels (Eibläschens). Im Follikel reift die Eizelle heran; bei einer follikelgröße zwischen 20 und 25 mm kommt es zum Eisprung. Danach wandelt sich der Follikel zum Corpus luteum um. Im Follikel werden Oestrogene gebildet, im Gelbkörper Gestagene.
 
CTG Abkürzung für Cardiotokogramm. Mit dem CTG werden in der Schwangerschaft bzw. unter der Geburt die Herzfrequenzmuster des Kindes und die Wehen synchron auf einem fortlaufenden Papierstreifen aufgezeichnet. Aus den gewonnenen Aufzeichnungen können Hinwiese auf mögliche Gefährdungen für das Kind im Mutterleib abgeleitet werden (z.B. Hinweise auf eine mangelnde Durchblutung des Mutterkuchens, Wehenunregelmäßigkeiten).
Damm Man unterscheidet zwischen dem vorderen Damm (der Gegend zwischen After und äußeren Geschlechtsteilen) und dem hinteren Damm (zwischen After und Steißbein).
 
Defloration Zerreißen des Jungfernhäutchens (Hymen), meist beim ersten Koitus, selten infolge einer Verletzung.
 
Descensus uteri Senkung der Gebärmutter, meistens bedingt durch eine Schwäche der tragenden Strukturen des Beckenbodens. Häufig auftretend bei Frauen mit mehreren vorausgegangenen Geburten. Oft findet sich gleichzeitig eine Senkung der Harnblase und der Scheide, mit häufig ungewolltem Harnabgang. Eine gezielte Beckenbodengymnastik kann bei leichteren Formen erfolgreich sein, schwere Formen bedürfen meist der operativen Behandlung.
 
Diagnose Erkennen und Benennen einer Krankheit. Um eine Diagnose stellen zu können, ist meist eine genaue Untersuchung erforderlich.
 
Doppler-Sonographie Spezielle Form der Sonographie, mit der Informationen über die Durchblutung von Organen gewonnen wird. Teilweise verfügen die Geräte über farbig unterlegte Bildinformationen, die zusätzlichen Aufschluss über die Blurströmungen im untersuchten Bereich vemitteln. Im frauenärztlichen Bereich findet die Methode vor allem Eingang bei besonderen Fragenstellungen zur Entwicklung der kindlichen Frucht im Mutterleib und zur ergänzenden Untersuchung von Geschwulsterkrankungen.
 
Douglas-Raum zwischen Gebärmutter und Mastdarm gelegener Raum der Bauchhöhle.
 
Dysmenorrhoe Schmerzen während der Regelblutung (Menstruation). Wenn sie auftreten, ist eine Untersuchung beim Frauenarzt ratsam.
 
Dyspareunie Bezeichnung für Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Da zahlreiche Ursachen für dieses Symptom in Frage kommen, sollte unbedingt eine frauenärztliche Beratung und Untersuchung erfolgen.
 
Dystokie Gestörter Geburtsverlauf, z.B. durch organische Ursachen.
Eisprung

Der Follikelsprung - im medizinischen Sprachgebrauch als Ovulation, im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Eisprung bezeichnet - ist eine kurze Phase im weiblichen Zyklus, in der die herangereifte unbefruchtete Eizelle aus dem reifen Follikel, dem sog. Graaf-Follikel des Eierstocks, gestoßen wird. Nach dem Eisprung bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung einer befruchteten Eizelle vor.

 
Embryo Bezeichnung der Leibesfrucht während der Zeit der Organentwicklung, das sind die ersten 3 Monate der Schwangerschaft.
 
Emesis Erbrechen, das besonders häufig in der Schwangerschaft während der ersten 4 Monate auftritt.
 
Endokrinologie

Die Endokrinologie ist die "Lehre von den Hormonen".
Endokrin heißen Hormondrüsen, die ihr Produkt nach innen, direkt ins Blut abgeben und im Gegensatz zu exokrinen Drüsen (z.B. Speichel-, Talgdrüsen) keinen Ausführungsgang haben.

Endometriose Die Schleimhaut der Gebärmutter hat sich außerhalb des normalen Bereiches, inner- oder außerhalb der Gebärmutter angesiedelt. Dabei können Schmerzen, erschwerte Stuhlentleerung und Blasenfunktionsstörungen auftreten. Die Behandlung wird oft mit Gestagen-Präparaten durchgeführt.
 
Endometritis Die Entzündung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) zeigt sich in leichteren Fällen nur durch Schmierblutungen. In schweren Fällen treten Fieber, Schmerzen im Unterleib und Übelkeit auf.
 
Endometrium Die Gebärmutterschleimhaut. Sie hat eine wichtige Funktion für die Befruchtung. Zu Beginn eines Monats-Zyklus wird die Schleimhaut immer dicker und bereitet sich damit auf eine Empfängnis vor. Wenn nach dem Eisprung keine Befruchtung eingetreten ist, wird sie wieder dünner. Die Reste werden mit der Regelblutung (Menstruation) ausgeschieden.
 
Endometriumhyperplasie verstärkte Bildung von Gebärmutterschleimhaut
 
Endoskopie Optische Untersuchung von Körperinnenräumen, z.B. der Blase oder des Magen-Darm-Kanals durch rohrähnliche Instrumente. Heute wird die Endoskopie auch für kleinere Operationen, z.B. die Entfernung von Polypen im Darm, eingesetzt.
 
Episiotomie Der Scheidendammschnitt wird zur Erleichterung und Beschleunigung der Geburt und zur Vermeidung eines Damm-Risses vorgenommen.
 
Extrauteringravidität Ein befruchtetes Ei nistet sich außerhalb der Gebärmutter ein, z.B. in einem Eileiter (Tube), in der Bauchhöhle, auf einem Eierstock (Ovarium) oder im Gebärmutterhals ( Cervix). Auch bei leichteren Schmerzen im Unterleib und kleinen Blutungen in den ersten Schwangerschaftsmonaten sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Fluor Absonderung (keine Blutung) aus der Scheide (Vagina) oder den äußeren Geschlechtsteilen, die verschiedene Ursachen haben können. Meistens verusacht durch eine Scheidenentzündung.
 
Folsäure Vitamin, das vor allem in grünen Blattgemüsen vorkommt. Der tägliche Bedarf an Folsäure kann durch die normale Ernährung nur bedingt gedeckt werden. Frauen, die schwanger werden wollen, sollten bereits vor Eintreten der Schwangerschaft Folsäure in Tablettenform einnehmen.
 
Fötus Bezeichnung der Leibesfrucht nach Abschluss der Organentwicklung nach dem 3. Schwangerschaftsmonat bis zur Geburt (vergl. Embryo)
 
Fundus uteri oberster Teil der Gebärmutter
 
Fundusstand Obere Begrenzung der Gebärmutter während der Schwangerschaft. Sie lässt Rückschlüsse auf den Geburtstermin zu.
Gebärmutter Die Gebärmutter - lat. Uterus - ist ein weibliches Geschlechtsorgan, in welchem die befruchteten Eizellen vor der Geburt zu einem Neugeborenen heranreifen.
 
Gelbkörper Entsteht nach dem Eisprung (Ovulation) aus dem Eibläschen (Follikel). Im Gelbkörper wird das Gelbkörperhormon gebildet.
 
Genitalmykose Erkrankung der äußeren Geschlechsteile und häufig auch der Scheidenregion durch Pilze, meist einhergehend mit Brennen, Rötung, Juckreiz und krümelig-weißem Scheidenausfluss. Bei häufig wiederkehrender Erkrankung sollten u.a. Süßigkeiten bei der Ernährung vermieden werden.
 
Gestagen Weibliches Geschlechtshormon. Das körpereigene Gestagen ist das Progesteron, das im Verlauf des Monats-Zyklus in unterschiedlichen Mengen produziert wird. Auch Antibabypillen enthalten Gestagene.
 
Gestosen Erkrankungen, die durch die Schwangerschaft verursacht werden, z.B. Erbrechen (Emesis), Bluthochdruck oder Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme).
 
Gonorrhoe Die Gonorrhoe ist die weltweit häufigste Geschlechtskrankheit, also eine sexuell übertragbare Erkrankung, im englischen "sexually transmitted disease" (STD). Sie wird durch Bakterien hervorgerufen. Eine wirksame Vorbeugung der Erkrankung besteht in der Verwendung von Kondomen. Infizierte Mütter können die Erkrankung während der Geburt auf ihre Kinder übertragen, die dann an der Gonoblennorrhoe, einer eitrigen Bindehautentzündung, erkranken. Zur Vorbeugung erhalten Neugeborene heute die Crédesche Prophylaxe. Beim Erwachsenen verursacht die Gonorrhoe hauptsächlich Beschwerden an den Geschlechtsorganen. Aber durch die geänderten Sexualpraktiken treten zunehmend auch Infektionen im Analbereich und im Mund-Rachenbereich auf. Die Diagnose wird durch den Nachweis des Erregers gestellt. Die Therapie besteht in der Gabe von Antibiotika. Im Gegensatz zu einigen anderen Infektionskrankheiten, die eine lebenslange Immunität hinterlassen, kann man mehrmals an einer Gonorrhoe erkranken.
 
Gravidität Schwangerschaft, der Zeitraum von der Befruchtung bis zur Geburt.
Hb-Wert Hämoglobin-Gehalt des Blutes, d.h. Anteil der roten Blutkörperchen, die wichtige Funktionen im Blut erfüllen, z.B. den Sauerstofftransport.
 
HPV Abkürzung für Humanes Papilloma Virus, ein Erreger der mit der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses in Verbindung stehen kann.
 
HPV-Viren Human Papilloma Virus. Ein Virus, das für die Entwicklung von Feigwarzen (Condylomata accuminata) verantwortlich und an der Entstehung des Gebärmutterhalskrebses wesentlich beteiligt ist.
 
Hydramnion Hydramnion bzw. Polyhydramnion bezeichnet die krankhafte Vermehrung der Fruchtwassermenge über 2000ml. Häufigste Ursachen eines Hydramnions sind der Diabetes mellitus der Schwangeren, Blutgruppenunverträglichkeit oder Passage-Störungen im Magen-Darm-Trakt des Feten.
 
Hymen Eine Membranschicht, die bei einer Jungfrau ganz oder teilweise die Öffnung des Vaginaausgangs bedeckt. Das Jungfern-Häutchen, Hymen, ist bei jedem Mädchen in Größe, Dicke und Ausdehnung unterschiedlich. Das Hymen verfügt über mehrere kleine Öffnungen, durch die das Menstruationsblut fließen kann. Das Jungfernhäutchen wird beim ersten Geschlechtsverkehr durch das Eindringen des Penis in die Vagina zerstört. In einigen Fällen kann es hierbei zu einer kleinen Blutung kommen. Es kann jedoch auch vorkommen, daß das Jungfernhäutchen bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr reißt. Dies kann zum Beispiel durch die Benutzung von Tampons, beim Petting oder durch Masturbation geschehen.
 
Hyperämie Blutüberfülle eines Organs oder einer Ader, z.B. bei Durchblutungsstörungen in benachbarten Adern.
Hyperemesis Übermäßiges Schwangerschaftserbrechen, gilt als Folge schwangerschaftsbedingter hormoneller und immunologischer Umstellungen; auch werden psychosomatische Ursachen diskutiert. Die schwere Hyperemesis muß stationär behandelt werden.
 
Hypoplasie Unterentwicklung eines Organs, z.B. der Gebärmutter (Uterus).
 
Hypotonie Niedriger Blutdruck, der zwar zu mehr oder weniger starken Beschwerden führen kann, jedoch im Vergleich zu hohem Blutdruck (Hypertonie) normalerweise keine gravierenden Folgen hat.
 
Hysterektomie Hysterektomie bezeichnet in der Medizin die operative Entfernung der Gebärmutter. Die beiden Wortteile "hyster" und "ektomie" leiten sich aus dem Griechischen ab. "Hyster" bedeutet Gebärmutter bzw. zur Gebärmutter gehörig, und "ektomie" kann mit herausschneiden übersetzt werden.
 
Hysteroskopie Besondere Form der Endoskopie. Über ein schmales optisches Instrument, welches durch den Muttermund in die Gebärmutterhöhle eingeführt wird, kann diese direkt betrachtet werden. Zusätzliche Instrumente gestatten evtl. die Gewebeentnahme für weitergehende Untersuchungen oder z.B. die Abtragung von Schleimhautpolypen. Moderne Instrumente gestatten eine schonende Untersuchung, auch unter Verzicht auf eine Narkose.
Implanon Seit Juni 2000 ist ein Präparat namens Implanon in Deutschland als Verhütungsmittel zugelassen worden. Das etwa streichholzlange Kunststoffstäbchen wird an der Innenseite des Oberarms unter die Haut operativ eingesetzt. Damit ist für 3 Jahre eine sehr sichere Verhütung gewährleistet. Wie die Dreimonatsspritze hemmt Implanon durch die ständige Abgabe von Hormonen in den Körper den Eisprung und verändert den Schleim im Gebärmutterhals. Das Einsetzen von Implanon erfolgt in örtlicher Betäubung. Bei der Entfernung wird der Fremdkörper in örtlicher Betäubung entfernt.
 
Implantation Einpflanzung von Fremdteilen in den Körper. In Bezug auf die Schwangerschaft bedeutet Implantation die Einnistung der befruchteten Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium).
 
Infertilität Unfähigkeit, eine Schwangerschaft bis zu einem lebensfähigen Kind auszutragen, obwohl eine Konzeption möglich ist. Insemination Instrumentelle Einbringung von männlichen Samenzellen zum Zeitpunkt der Ovulation in die Gebärmutter.
 
Infiltration Eindringen von z.B. Entzündungszellen oder Flüssigkeiten in das Gewebe.
 
Insemination Instrumentelle Einbringung von männlichen Samenzellen, um den Zeitpunkt des Eisprungs in den Gebärmutterhals bzw. in die Gebärmutterhöhle. Meist angewandt bei Sterilitätsproblemen, bei denen eine Behinderung der Gebärmutterpassage für die männlichen Samenzellen angenommen wird.
 
intrauterin 1. in die bzw. in der Gebärmutter (Uterus) 2. während der Entwicklung des Ungeborenen in der Gebärmutter
 
Intrauterinpessar sog. Spirale; Fremdkörper, der zur Empfängnisverhütung in die Gebärmutter eingelegt wird (Abk.: IUP)
 
Intravaginal Innerhalb der Scheide (Vagina).
 
intrazervikal (= intracervicalis) 1. im bzw. in den Gebärmutterhals (Cervix uteri) 2. im bzw. in den Blasenhals (Cervix vesicae)
 
Isthmus tubae uterinae Engstelle des Eileiters (Tuba uterina) nahe der Gebärmutter (Uterus)
 
Isthmus uteri etwa ein Zentimeter lange Engstelle am Übergang zwischen Gebärmutterhals und -höhle
Jungfernhäutchen Eine Membranschicht, die bei einer Jungfrau ganz oder teilweise die Öffnung des Vaginaausgangs bedeckt. Das Jungfern-Häutchen, Hymen, ist bei jedem Mädchen in Größe, Dicke und Ausdehnung unterschiedlich. Das Hymen verfügt über mehrere kleine Öffnungen, durch die das Menstruationsblut fließen kann. Das Jungfernhäutchen wird beim ersten Geschlechtsverkehr durch das Eindringen des Penis in die Vagina zerstört. In einigen Fällen kann es hierbei zu einer kleinen Blutung kommen. Es kann jedoch auch vorkommen, daß das Jungfernhäutchen bereits vor dem ersten Geschlechtsverkehr reißt. Dies kann zum Beispiel durch die Benutzung von Tampons, beim Petting oder durch Masturbation geschehen.
Kinine Gewebehormone, die die glatte Muskulatur von Gefäßen, Bronchien, Darm und Gebärmutter beeinflussen.
 
Klimakterium Die Wechseljahre zeigen das Ende der Gebärfähigkeit an, sie treten zwischen dem 40. un 55. Lebensjahr ein. Die Produktion der Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron wird langsam eingestellt.
 
Kolon Erster und längster Abschnitt des Dickdarms. Durch rhytmische Bewegungen wird der Darminhalt vermischt und in Richtung After transportiert. Verkrampfungen führen oft zu Beschwerden, dem Reiz-Darm.
 
Kolpitis Entzündung der Scheide bzw. der Scheidenhaut. Sie macht sich bemerkbar durch Ausfluss (Fluor), brennende Schmerzen und Jucken.
 
Kolposkopie Mit einem lupenartigen Gerät können die Scheide (Vagina) und ein Teil des Gebärmutterhalses (Cervix) zur Erkennung von krankhaften Veränderungen untersucht werden.
 
Konisation Entnahme einer konusförmigen Gewebeprobe aus dem Muttermund. Die Konisation wird durchgeführt bei verdächtigem Ergebnis des Vorsorgeabstriches vom Muttermund.
 
Konzeption Befruchtung, Vereinigung von Ei und Samenzelle.
 
Krebsvorsorge Dient der Früherkennung von Krebserkrankungen der Frau im Bereich der Genitalorgane, der Brust, des Darms und der Haut. Das ärtzliche Gespräch zielt darauf ab, mögliche Risikofaktoren zu erfassen. Durch betrachtende und tastende Untersuchung der Organe können Hinweise auf Tumorerkrankungen gewonnen werden. Tumorerkrankungen im Bereich des Darms führen häufig zu leichten Blutungen, welche mit dem Auge nicht erkannt werden. Daher verwendet man hierzu Testkärtchen zur Erfassung von Blut im Stuhl. Die Zellabstriche, welche vom Gebärmutterhals entnommen und nach vorheriger Einfärbung unter dem Mikroskop ausgewertet werden, ermöglichen bereits die Erfassung von Vorstufen einer möglichen Krebserkrankung im Bereich des Gebärmutterhalses. Der Umfang der Krebsvorsorgeuntersuchung richtet sich auch nach dem Alter der Patientin. Falls erforderlich, wird die Krebsvorsorgeuntersuchung durch weitere Untersuchungen ergänzt.
 
Laktation Produktion der Milch in den weiblichen Brustdrüsen nach der Geburt.
 
Langzyklus Einnahme eines Ovulationshemmers ("Pille") ohne Pause. Nach der dreiwöchigen Einnahme wird der nächste Einnahmezyklus sofort begonnen. Diese Art der Einnahme kann mit Einphasen-Ovulationshemmern gefahrlos erfolgen. Die Dauer der ununterbrochenen Einnahme kann 6 Zyklen umfassen. Es gibt auch kontrollierte Erfahrungen auch mit einer längeren Einnahme. Vorteil der kontinuierlichen Einnahme ist vor allem das Ausbleiben der Entzugsblutungen.
 
Laparoskopie Betrachtung der Bauchhöhle mit einem schmalen optischen Instrument, welches unter Narkose durch die Bauchdecke eingeführt wird. Durch zusätzliche Einstiche können weitere Instrumente eingebracht werden, so daß auch zunehmend operative Eingriffe über diese Methode möglich sind (z.B. Entfernung von Eierstockzysten). Laparoskopische Operationstechniken ermöglichen häufig eine schonendere Behandlung als herkömmliche Methoden.
 
Listeriose Die Listeriose ist eine durch das Bakterium Listeria monozytogenes hervorgerufene, weit verbreitete Erkrankung. Die Übertragung erfolgt durch Kontakt mit erkrankten Tieren, die die Bakterien im Kot ausscheiden. Durch Genuss von Rohmilch oder Rohmilchkäse können ebenfalls Listerien übertragen werden. Die Infektion verläuft beim Erwachsenen oft nur "stumm", d.h. ohne Krankheitszeichen, kann aber auch unter dem Bild einer Grippe mit leichter Hirnhautreizung verlaufen. Sehr viel häufiger und gefährlicher ist der Übertritt der Erreger von einer infizierten Schwangeren auf das Kind in den letzten Wochen der Schwangerschaft . Es kann zur Totgeburt kommen. Lebende Neugeborene weisen eine hohe Letatlität auf (50% der Infizierten Kinder sterben), die überlebenden Kinder weisen häufig Spätschäden auf (geistige Entwicklungsstörungen). Therapeutisch werden Antibiotika eingesetzt.
 
Lochimetra Stauung des Wochenflusses in der Gebärmutter
Mammille Warze der weiblichen Brust.
 
Mamma Die weibliche Brust ist eine Milchdrüse, die während der Stillzeit (Laktation) Milch produziert. Jede Frau sollte regelmäßig die Brust und die Achselhöhle nach Knötchen und Verhärtungen abtasten.
 
Mammasonographie Spezielle Form der Sonographie, bei der mit Hilfe von hochauflösenden Schallköpfen die Brust schonend untersucht wird, oft auch als Ergänzung zu einer Mammographie eingesetzt.
 
Mammographie Spezielle Röntgenaufnahme der weiblichen Brust. Sie dient hauptsächlich der Krebsfrüherkennung.
 
Mastektomie Bezeichnung für die operative Entfernung der Brust. Dank verbesserter Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten kann heute - bei Vorliegen einer Brustkrebserkrankung - häufig auf die Entfernung der Brust verzichtet werden. Statt dessen wird zunehmend der großzügigen Tumorentfernung, ergänzt durch zusätzliche Therapiemaßnahmen, der Vorzug gegeben.
 
Mastitis Entzündung der Brustdrüse. In den ersten Tagen nach der Entbindung ist die Gefahr der Mastitis bei stillenden Müttern besonders groß. Die ersten Zeichen sind Schmerzen in der Brust, Rötungen und Fieber.
 
Mastodynie Schmerzen in der Brust, häufig vor und während der ersten Tage der Monatsblutung auftretend. Eine Behandlung mit einem Gestagen führt häufig zu einer Besserung der Beschwerden. Zuvor sollte jedoch eine Untersuchung der Brust erfolgen.
 
Mastopathie Veränderungen des Drüsengewebes der Brust. Dabei lassen sich oft Knoten ertasten, die aber meist gutartig sind. Als Ursache wird ein Hormonungleichgewicht vermutet, zu viel Östogen, zu wenig Gestagen.
 
Menarche Die erste Regelblutung (Menstruation), mit der die Geschlechtsreife beginnt. Sie tritt meist zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr auf.
 
Menopause Die letzte Regelblutung, mit der die Geschlechtsreife endet.
 
Menstruation Die monatliche Blutung innerhalb des Zyklus dauert durchschnittlich 4 Tage. Sie findet mit Ausnahme der Schwangerschaft von der Menarche bis zur Menopause statt. Bei vielen Frauen sind diese Tage und Tage davor mit Beschwerden wie Dysmenorrhoe oder Prämenstruelles Syndrom verbunden, die aber heute erfolgreich behandelt werden können.
 
Metastase Tochtergeschwulst, die sich an anderer Stelle angesiedelt hat.
 
Mirena Hormonspirale. Ein intrauterines System, bestehend aus einem Kunststoffzylinder, der kontinuierlich über 5 Jahre eine definierte Menge eines Gelbkörperhormons an die Gebärmutterschleimhaut abgibt. Die Wirkung ist auf die Gebärmutter allein begrenzt. Die Eierstockshormone werden nicht beeinträchtigt.
 
Multipara Eine Frau, die mehrere Kinder geboren hat, siehe Nullipara und Primipara.
 
Mutterbänder bindegewebiger Aufhängeapparat der Gebärmutter.
 
Muttermilch Die Muttermilch ist allen anderen Milchnahrungen weit überlegen und auf den Bedarf des Säuglings optimal abgestimmt. Muttermilch enthält neben den Grundnährstoffen Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten auch alle wichtigen Vitamine, die der Säugling zu seiner Entwicklung braucht, dazu Mineralstoffe sowie spezifische Antikörper und Faktoren der Immunabwehr. Dadurch ist der gestillte Säugling vor zahlreichen Infektionen geschützt.
 
Mykose Erkrankung der Haut, die durch Pilze hervorgerufen wird. Die Fußpilzerkrankung zum Beispiel wird sehr häufig in öffentlichen Bädern, Turnhallen oder Duschräumen übertragen. Sie beginnt zwischen den Zehen mit Bläschen, die jucken, vereitern und sich dann verbreiten.
 
Myom Gutartige Geschwulst des Muskelgewebes, z.B. der Gebärmutter ( Uterus), die sich durch verstärkte und verlängerte Regelblutung (Menstruation) zeigen kann.
 
Myometrium Gebärmuttermuskulatur.
Nachkürettage Entfernung von Resten des Mutterkuchens oder Abortmaterial aus der Gebärmutterhöhle.
Nackenfalte Die Dicke der im Ultraschall gemessenen Wassereinlagerung in der Nackenregion des Embryo gilt nach britischen Untersuchungen aus den neunziger Jahren als gewichtiger Indikator für eine Reihe von Fehlbildungserkrankungen in der Schwangerschaft.
 
Nausea Übelkeit, die häufig während der Schwangerschaft beim morgentlichen Aufstehen auftritt. Die Übelkeit verschwindet meist nach dem 3. oder 4. Schwangerschaftsmonat.
 
Nidation Einnistung der befruchteten Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut.
 
Nullipara Eine Frau, die noch keine Kinder geboren hat, siehe auch (Multipara) oder (Primipara).
o.B. Ohne Befund. Feststellung nach einer Untersuchung, dass keine erkennbare Erkrankung vorliegt.
 
Ödem Wasseransammlungen im Gewebe. Während der Schwangerschaft können Ödeme entstehen, weil vermehrt Östrogen gebildet wird.
 
Oedem Wasseransammlungen im Gewebe. Während der Schwangerschaft können Ödeme entstehen, weil vermehrt Östrogen gebildet wird.
 
Oestrogen Weibliche Geschlechtshormone, die in Abhängigkeit vom Zyklus gebildet werden. Die Produktion beginnt in der Pubertät und lässt in den Wechseljahren (Klimakterium) nach.
 
Oligohydramnion Verminderung des Fruchtwasservolumens auf unter 100ml. Vorkommen bei mangelhafter Plazentafunktion oder zu geringer Urin-Ausscheidung des Feten.
 
Oligomenorrhoe Verlängerte Zyklusintervallen Ursache: verzögerte Follikelreifungsphase.
 
Onkologie

Als Onkologie bezeichnet man die Wissenschaft, die sich mit Krebs befasst. Im engeren Sinne ist Onkologie der Zweig der Medizin, der sich der Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge von malignen Erkrankungen widmet.

 
Osteoporose Demineralisation, d.h. Verminderung der Knochensubstanz mit erhöhter Bruchgefahr.
 
Östrogen Weibliche Geschlechtshormone, die in Abhängigkeit vom Zyklus gebildet werden. Die Produktion beginnt in der Pubertät und lässt in den Wechseljahren (Klimakterium) nach.
 
Ovarien Die Eierstöcke, in denen die weiblichen Geschlechtshormone gebildet werden, hauptsächlich die Östrogene und Gestagene.
 
Ovulation Eisprung, der etwa in der Mitte des Zyklus stattfindet. Ein reifes Ei platzt und im Eierstock bildet sich ein Gelbkörper aus, in dem Progesteron gebildet wird.
 
Ovum Das reife Ei, das nach dem Eisprung (Ovulation) innerhalb von 3 bis 4 Tagen von den Eierstöcken (Ovarien) über die Eileiter (Tuben) zur Gebärmutter (Uterus) gelangt. Bis zu diesem Zeitpunkt besteht noch die Möglichkeit der Befruchtung.
Palpation Untersuchung eines Organs durch Tasten, z.B. die weibliche Brust nach Knotenbildung abtasten.
 
Parazervikalanästhesie Schmerzausschaltung am Gebärmutterhals während der Geburt.
 
Pearl-Index Der Pearl-Index beschreibt die Sicherheit einer Verhütungsmethode, er ist ein Maß für die Versagerquote. Wenn 100 Frauen eine Methode ein Jahr lang anwenden, entspricht die Zahl der ungewollten Schwangerschaften dem Pearl-Index. Beispiel: Wenn 100 Paare ein Jahr lang Kondome als empfängnisverhütende Methode anwenden und in dieser Zeit 4 Schwangerschaften eintreten, so hat das Kondom einen Pearl-Index von 4. Dabei werden nicht nur die Versager gezählt, die durch ein echtes Versagen der Methode zustande kommen, sondern auch die, die durch Anwendungsfehler entstehen. Deshalb gibt es auch in verschiedenen Statistiken zuweilen unterschiedlich hohe Werte für die gleiche Methode.
 
Peritonitis Bauchfellentzündung, die z.B. nach einer Verletzung oder auch nach einer Operation entstehen kann.
 
Pessar meist ring- oder schalenförmige Körper, der in die Scheide bzw. Gebärmutterhöhle eingelegt wird;
zur Empfängnisverhütung oder zur Behandlung eines Gebärmuttervorfalls.
 
Pillenpause Eine Pillenpause, in der man sich versichert, daß der natürliche Zyklus funktioniert, wird heute nicht mehr empfohlen. Das bringt den Hormonhaushalt unnötig durcheinander ("hormonelles Wechselbad") Auch nach längerer Einnahme kann sich nach Absetzen der Pille problemlos eine Schwangerschaft einstellen.
 
Plasma Flüssiger Bestandteil des Blutes.
 
Plazenta Mutterkuchen, ein Organ, das für die Schwangerschaft aufgebaut wird. Durch die Nabelschnur ernährt der Mutterkuchen die Frucht und produziert schwangerschaftserhaltende Hormone.
 
Polymenorrhoe Verkürzte Zyklusintervalle.
Portio Unterer Teil des Gebärmutterhalses (Cervix), der den Muttermund bildet.
 
Portio vaginalis Teil der Gebärmutter, der in die Scheide hineinreicht.
 
Prämenstruelles Syndrom Beschwerden, die einige Tage vor der monatlichen Blutung ( Menstruation) beginnen und meist mit dem Einsetzen der Blutung verschwinden. Der Zusammenhang der verschiedenen Beschwerden (Kopf-, Rücken- und Brustschmerzen, Stimmungschwankungen, Reizbarkeit) mit dem Zyklus lässt sich durch Aufzeichnungen der Patientin ermitteln. Oft ist ein Mangel des Hormons Progesteron dafür verantwortlich.
 
Pränatal Die Ausdrücke pränatal, antenatal, präpartal, präpartual, ante partum und prae partum bedeuten "vor der Geburt". Bezeichnet werden damit in der Medizin, und hier insbesondere in der Pränatalmedizin, solche körperlichen und psychischen Veränderungen und Vorgänge bei der Schwangeren und dem Fetus, die durch die Schwangerschaft und die bevorstehende Geburt hervorgerufen werden. Unter pränataler Diagnostik versteht man Untersuchungen am bzw. in Bezug auf Embryo bzw. Fötus und Schwangeren, unter pränataler Medizin die vorgeburtliche Untersuchung und Behandlung ungeborener Kinder.
 
Primipara Eine Frau, die vor der ersten Geburt steht (siehe Multipara und Nullipara).
 
Progesteron Das natürliche Gestagen der weiblichen Geschlechtshormone hat eine schwangerschaftsschützende Funktion. Künstliche Gestagene, die dem körpereigenen möglichst ähnlich sind, werden zur Behandlung verschiedener Erkrankungen wie zum Beispiel: Prämenstruelles Syndrom, Dysmenorrhoe, Endometriose - eingesetzt.
 
Prolaps Vorfall, Heraustreten eines Organs, z.B. Senkung der Gebärmutter oder Hervortreten der Scheide.
 
Prophylaxe Verhütung von Krankheiten durch vorbeugende Maßnahmen.
 
Pruritus vulvae Jucken am Scheideneingang, das sehr viele verschiedene Ursachen haben kann, z.B. Unverträglichkeit von Waschmitteln, Deodoranten oder auch Östrogen-Mangel.
 
Pubertät Zeit der geschlechtlichen Reifung eines jungen Menschen, die bei Mädchen etwa zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr stattfindet.
 
Punktion Einstich in ein Organ, um Flüssigkeiten zu entnehmen. Die Punktion dient meist der Diagnose.
Rektozele Lageveränderung der hinteren Scheidenwand, die zu einer Einengung des Mastdarms und damit zur Behinderung des Stuhlgangs führen kann.
 
Retinacula uteri Bindegewebsfasern, die die Gebärmutter fixieren.
 
Retroflexio uteri Abknickung der Gebärmutter (Uterus) nach hinten, die aber nicht immer zu Beschwerden führt. Ursachen können Unterleibsentzündungen nach einer Geburt, Fehlgeburten oder eine (Endometriose) sein.
 
retrozervikal hinter dem Blasen- bzw. Gebärmutterhals gelegen.
 
Rezidiv Rückfall, Wiederauftreten einer Erkrankung nach der Behandlung.
 
Riß in der Gebärmutter, der durch die We Scheide - Verbindung zwischen der Vulva und der Gebärmutter (Uterus).
Salpingektomie Operative Entfernung eines Eileiters (Tube).
 
Salpingitis Entzündung eines Eileiters (Tube), manchmal als Folge einer Entzündung der Gebärmutter ( Endometritis). Die Erkrankung zeigt sich durch Ausfluss, zeitweise Schmerzen im Unterleib und Fieber.
 
Sectio caesarea Kaiserschnitt. Geburtshilfliche Operation, bei der die Bauchdecke und die Gebärmutter Uterus geöffnet werden, um das Kind auf diesem Wege zu entbinden.
 
Sonographie Ultraschalldiagnostik. Untersuchung mit einem technischen Gerät. Z.B. in der Schwangerschaftsüberwachung ermöglicht sie die Lage, Größe und inneren Organe des Kindes darzustellen. Im Verlauf kann man Wachstum und Bewegungsvermögen beobachten.
 
Soor Pilzerkrankung (siehe auch Mykose), die häufig bei Schwangeren und Zuckerkranken auftritt. Sie zeigt sich durch bröckeligen weißlichen Ausfluss (Fluor) und kann mit Jucken am Scheideneingang (Pruritus vulvae) verbunden sein.
 
Spekulum Instrument, das zur Untersuchung in natürliche Öffnungen des Körpers eingeführt wird.
 
Spina bifida Offener Rücken; Fehlbildung als Folge eines unvollständigen Verschluß der Wirbelkanals und der Rückenmarkshäute. Häufigkeit: etwa 1,5 pro 1000 Schwangerschaften. Möglichkeit der Vorbeugung durch Folsäureeinnahme vor Beginn einer Schwangerschaft.
 
Spirale Spirale ist ein umgangssprachlicher Begriff für ein Kunststoffstück, das zur Verhütung in die Gebärmutter eingesetzt wird. (Intrauterinpessar, intrauterine device, IUD sind die Fachbegriffe). Die Spirale wird während der Periodenblutung in die Gebärmutter eingesetzt, was etwa 2 Minuten dauert. Herkömmliche Spiralen bestehen nur aus Kunststoff und Kupfer - es besteht keinerlei chemische Belastung des Körpers. Ein neues Modell ist mit Levonorgestrel beschichtet, das die Verträglichkeit deutlich verbessert. Funktion: Kleiner Kunststoffkörper in T-Form. Durch das Kupfer wird die Beweglichkeit der Spermien gestört. Die Einnistung des Eies wird verhindert.
   
Sterilisation Operation zur Empfängnisverhütung. Mit einer Durchtrennung oder Entfernung eines Teils des Eileiter (Tube) wird die Frau unfruchtbar.
 
Sterilität Unfruchtbarkeit der Frau / Zeugungsfähigkeit des Mannes. Man spricht von Sterilität, wenn bei einem Paar trotz ungeschützten, regelmäßigen Geschlechtsverkehrs innerhalb von 1-2 Jahren keine Schwangerschaft eintritt.
 
Stria Streifen in der Haut, meistens am Bauch, an den Hüften und den Brüsten. Ursache ist eine Schädigung der elastischen Fasern des Gewebes, z.B. durch die Schwangerschaft.
 
Symphyse Knorpelhaltige Knochenverbindung der beiden Hüftbeine, die sich bei zu engem Becken bei der Geburt lockern kann.
 
Symptom Zeichen einer Krankheit, z.B. Schmerzen oder Fieber. Von einer symptomatischen Behandlung spricht man, wenn Maßnahmen nur gegen die Zeichen der Krankheit gerichtet werden können - beispielweise schmerzstillende Medikamente - nicht gegen die Ursachen der Schmerzen.
 
Syphilis Die Syphilis ist eine sehr ernste Erkrankung, die unbehandelt zu langem Leiden und letztlich zum Tode führt. Die Ansteckung erfolgt durch ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die Syphilis gilt als sehr ansteckend, d.h. sie ist schon durch sehr engen, direkten Körperkontakt (z.B. Petting) übertragbar.
Thermographie Untersuchungsverfahren, das die Wärmeausstrahlung von Gefäßen oder Organen sichtbar macht. Bestimmte Farbunterschiede des Bildes deuten auf krankhafte Veränderungen hin.
 
Tokolyse Wehenhemmung. Verhinderung zu früher oder zu starker Wehen, um eine Frühgeburt zu vermeiden.
 
Toxoplasmose Infektion, die durch rohes Fleisch oder den Umgang mit Tieren verursacht wird. Die meisten Erwachsenen haben eine solche Infektion bereits unbemerkt überstanden und sind dann vor einer Neuinfektion geschützt. Gefährlich ist die Infektion jedoch für das ungeborene Kind bei einer Erstinfektion während der Schwangerschaft. Schwangere sollten deshalb den Umgang mit Tieren meiden und kein rohes Fleisch essen.
 
Transplantation Übertragung von Körperteilen, Organen oder Geweben von einem auf ein anderes Lebewesen.
 
Trichomonaden Trichomonaden sind einzellige Parasiten, die sich in der Scheide einnisten können. Erste Anzeichen einer Ansteckung treten nach 4 Tagen bis zu einem Monat nach Ansteckung auf. Die Ansteckung erfolgt vorwiegend durch den Geschlechtsverkehr, die Trichomoniasis zählt daher zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen.
 
Trichomoniasis Infektion der Scheide (Vagina) oder der Blase mit Trichomonaden. Die ersten Symptome sind dünnflüssiger, gelblicher Ausfluss, Jucken und Brennen. In späteren Stadien besteht nur noch geringer Ausfluss. Wegen der Ansteckungsgefahr wird der Partner gleichzeitig mitbehandelt.
 
Tripletest Pränatal-Screening zur Risikoabschätzung für Trisomie 21 (Down-Syndrom) und Neuralrohrdefekt (NTD).
 
Tubargravidität Eileiterschwangerschaft (Extrauteringravidität). Verschiedene Ursachen können dazu führen, dass der Eitransportmechanismus versagt und das Ei nicht die Gebärmutter erreicht, sondern in den Eileitern stecken bleibt. Bei Unterleibschmerzen, den ersten Zeichen, die allerdings auch ganz andere Ursachen haben können, ist immer sofort ein Arzt aufzusuchen.
 
Tube Eileiter, der das Ei vom Eierstock (Ovar) zur Gebärmutter (Uterus) transportiert.
 
Tubus Ein rohrähnliches Instrument, mit dem die Luftwege für die Beatmung offen gehalten werden.
 
Tumor Geschwulst, übermäßiges Gewebswachstum an bestimmten Körperteilen.
Ultraschall Bei einer Ultraschalluntersuchung werden Schallwellen im nicht mehr hörbaren Frequenzbereich durch einen Sender erzeugt und in den zu untersuchenden Körper gesandt, dort reflektiert und vom Ultraschallkopf wieder aufgefangen, um dann im Ultraschallgerät in ein Videobild umgewandelt und auf einem Monitor dargestellt zu werden. Die Ultraschalldiagnostik ist fester Bestandteil der modernen Diagnoseverfahren. Die Ultraschallwellen, die im diagnostischen Bereich verwendet werden, sind für den Körper ungefährlich. Sie erzeugen im untersuchten Gewebe keine schädlichen Wirkung. Daher sind Ultraschalluntersuchungen gerade auch zur Untersuchung des Ungeborenen bedenkenlos einsetzbar, soweit nicht spezielle, besonders energieintensive Verfahren in der Frühschwangerschaft eingesetzt werden (was aber routinemäßig in einer normalen Schwangerschaft nicht geschieht).
 
Uterus Lateinischer Ausdruck für Gebährmutter.
 
Uterusblutungen Blutungen aus der Gebärmutter außerhalb der normalen Regelblutung. Diese Blutungen sollten immer Anlaß sein, einen Arzt aufzusuchen.
 
Uterusruptur Riß in der Gebärmutter, der durch die Wehen oder den Geburtsvorgang verursacht werden kann.
Vaginalsonographie Spezielle Form der Sonographie, bei der eine schmale Sonde in die Scheide eingeführt wird, um die inneren Genitalorgane besser darstellen zu können. Die mit dieser Methode gewonnenen Bilder zeichnen sich meist durch eine deutlich bessere Qualität aus, so dass Erkrankungen oft früher und eindeutiger erfasst werden.
 
Varikosis Krampfadern, erweiterte geschlängelte Venen, meistens in den Beinen. Die Bildung von Krampfadern kann sehr viele verschiedene Ursachen haben. Sie werden aber meist verstärkt durch langes Stehen und Sitzen. Wichtig für Krampfaderpatientinnen ist die Regel: Liegen (mit hochgelagerten Beinen) und Laufen.
 
Vulva Die äußeren weiblichen Geschlechtsteile.
Zyklus Der Monatszyklus wird von den Hormonen Östrogen und Gestagen gesteuert und dauert von einer Regelblutung (Menstruation) bis zur nächsten durchschnittlich 28 Tage. In jedem Zyklus bereitet sich die Gebärmutterschleimhaut auf eine Schwangerschaft vor. Bleibt eine Befruchtung aus, wird die Schleimhaut wieder abgebaut und die Reste mit der Regelblutung ausgestoßen. Dann beginnt der Zyklus wieder von vorne.
   
Zyste Kapselartige Geschwulst mit flüssigem Inhalt.
 
Zystoskopie Untersuchung der Harnblase mit einem rohrähnlichen optischen Instrument.